Mittwoch, 25. Januar 2017

Rezension: E.T.A. Hoffmann - Das Fräulein von Scuderi

Preis Ebook: 0,99 €
Preis Hardcover: 15,00 €
Seitenanzahl: 144 Seiten
Verlag: Dörlemann

ISBN: 978-3038200369
Erscheinungsdatum: 15. August 2016
Genre: Klassiker / Kriminalnovelle
Reihe: Einzelband

Klappentext  In finsterer Nacht klopft ein Fremder an die Tür des Hauses der geachteten Hofdichterin Magdaleine von Scuderi. Kreidebleich und verzweifelt sucht er Einlass, um der ehrenwerten Dame eine Schachtel zu übergeben. Als sie diese später öffnet, liegt darin ein wunderschönes Geschmeide. Doch warum ein so teures Geschenk für eine alte Dame? Und ist es nur Zufall, dass zur selben Zeit eine Mordserie Paris in Angst und Schrecken versetzt, deren Opfer allesamt kurz vor ihrem Tod ein Schmuckstück bei einem berühmten Goldschmied erwarben? In E.T.A. Hoffmanns Novelle wird im Paris des 17. Jahrhunderts eine 73jährige Dichterin zur Privatermittlerin in einem höchst rätselhaften Kriminalfall, dessen Spuren sie sowohl in höchste politische Kreise als auch in die eigene Vergangenheit führen.

Nicht nur wegen der hochwertigen Leinenbindung und des schönen Covers ist dieses Werk in meinen Augen bestens als Geschenk geeignet. Die Novelle ist anspruchsvoll und dennoch sehr spannend.

Handlungsort dieser Novelle ist das Paris des 17. Jahrhunderts. Ein geheimnisvoller Unbekannter überbringt dem Fräulein von Scuderi ein wertvolles und außergewöhnliches Schmuckstück. Ein Schmuckstück, das nur von einer Hand, dem angesehensten Juwelier der Stadt, stammen kann. Ebendieser wird kurze Zeit später ermordet, glücklicher Weise konnte der heimtückische Morder direkt dingfest gemacht werden. Doch das Fräulein mag nicht so recht an die Schuld des Mannes glauben und verhört, denkt, verknüpft und klärt schließlich auf. Dabei entsteht eine überraschende Kriminalhandlung, die uns auch in die Vergangenheit den Fräuleins führt, bei welcher auch Geheimnisse, die Liebe und eine Portion Grusel nicht zu kurz kommen. Vor allem aber, liest sich das Buch unfassbar spannend. Als Leser wird man von neuen Irrungen und Wirrungen überrascht und folgt dem sympathischen, alten Fräulein gerne bei der Suche nach der Wahrheit. 

Das wahre Kunstwerk ist hier jedoch eindeutig die Sprache. E.T.A Hoffmann wusste was er kann und zeigte dies in dieser Novelle nur zu gerne.  Er gibt sich den Worten voll und ganz hin und seine Leidenschaft für die Sprache füllt jedes Wort. Meine Leidenschaft für Geschriebenes wurde von seinen Worten weiter befeuert und so war dieses Buch für mich ein wahrer Genuss, eine Auszeit, einige Momente für mich und die Schönheit der Sprache.

Fazit: Ein wunderschön gestalteter Klassiker aus dem 19. Jahrhundert, welcher durch Handlung vor allem aber durch Stil begeistern kann.
 

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